Heimische Webspinnen (Araneae Clerck, 1757)



Atypidae (Tapezierspinnen)

Urtümliche bis 15 mm große Spinnen mit nach vorn gerichteten Beißklauen. Leben in selbstgegrabenen mit Spinnseide ausgekleideten Röhren in bis zu 30 cm Tiefe.

 


Nemesiidae (Braune Falltürspinnen)

Im Mittelmeergebiet vorkommende Spinnen, die in Erdröhren leben, die mit einem Deckel verschlossen sind.

 

 


Filistatidae (Lochröhrenspinnen)

Lebt auf Mauern in Ritzen und Spalten, auch unter Steinen.Kommt  im Mittelmeergebiet vor.


Scytotidae (Speispinnen)

In Deutschland vorwiegend in Gebäuden. Spritzt mit den Giftklauen giftige und klebrige Leimfäden auf ihre Beute.

 

 


Pholcidae (Zitterspinnen)

Sehr zarte langbeinige Spinnen, die an Weberknechte erinnern. Häufig in Gebäuden und Höhlen.


Segestriidae (Fischernetzspinnen)

Spinnen mit lediglich sechs Augen. Leben meist in Mauerritzen und -spalten. Die ersten drei Beinpaare sind in Ruhestellung nach vorn gerichtet.


Dysderidae (Sechsaugenspinnen)

Kleine bis mittelgroße walzenförmige Spinnen mit drei Augenpaaren.


Mimetidae (Spinnenfresser)

Kleine, an Kugelspinnen erinnernde Tiere, ernähren sich wahrscheinlich ausschließlich von Spinnen.


Eresidae (Röhrenspinnen)

Spinnen mit sehr kompakter Körperform und samtigem Körperhaar. Leben in Röhren.


Uloboridae (Kräuselradnetzspinnen)

Kleine, Radnetze herstellende Spinnen ohne Giftdrüsen.

 

 


Nesticidae (Höhlenspinnen)

Sehen Kugelspinnen recht ähnlich, leben in Höhlen.


Theridiidae (Kugelspinnen)

Sehr artenreiche Familie, Tiere meist mit kugelförmigem, hochgewölbtem Hinterleib.


Linyphiidae (Baldachin- und Zwergspinnenspinnen)

Größte Spinnenfamilie. Ca. 1,5-6 mm große, oft schwer zu bestimmender Arten.

 


Tetragnathidae (Streckerspinnen)

Spinnen mit meist recht imposanten Chelizeren, einige Arten "strecken" sich in Tarnposition, meist sehr einfach gebaute Geschlechtsorgane.


Araneidae (Radnetzspinnen)

Sehr vielgestaltige, mit einigen wenigen Ausnahmen bunte und auffallende Radnetzspinnen.


Lycosidae (Wolfspinnen)

Frei auf Sicht jagende Bodenspinnen. Manche Arten sind schwer bestimmbar. Weibchen tragen ihren Kokon am Hinterleib.


Pisauridae (Jagdspinnen)

 Große und kräftige frei jagende Spinnen. Leben auf dem Boden und in Bewuchs bis in etwa 2 Meter Höhe.

 

 

 


Zoropsidae (Kräuseljagdspinnen)

An der Körperzeichnung leicht zu erkennende , recht imposante Art. Stellt Kräuselwolle her, baut kein Fangnetz.


Miturgidae (Wanderspinnen)

Freie Jäger mit zu einem Fangkorb entwickeltem Borstenbesatz der Vorderbeine.


Agelenidae (Trichternetzspinnen)

Trichternetze bauende Spinnen mit auffällig verlängerten Spinnwarzen.

 


Dictynidae (Kräuselspinnen)

Meist recht kleine, Kräuselfäden produzierende Spinnen. Die Wasserspinne ist die einzige unter Wasser lebende Art.


Hahniidae (Bodenspinnen)

Kleine bis sehr kleine Bodenspinnen, mit in auffälliger Querreihe angeordneten Spinnwarzen (Ausnahme: Cicurina cicur).

 

 


Amaurobiidae (Finsterspinnen)
Mittelgoße bis große Spinnen mit gedrungenem, kräftigem Körperbau. Meist dunkel gefärbte Arten mit Muster auf dem Hinterleib.

 

 


Anyphaenidae (Zartspinnen)

Anhand der charakteristischen vier Flecken auf dem Hinterleib sicherlich eine der am sichersten ohne Hilfsmittel zu bestimmenden Spinnen.

 


Cheiracanthiidae (Dornfingerspinnen)

An Sackspinnen (Clubionidae) erinnernde Tiere. Das erste Beinpaar ist im Gegensatz zu denen der Sackspinnen deutlich verlängert.

 

 


Liocranidae (Feldspinnen)

Nachtaktive, schwer zu entdeckende Arten, meist unter Steinen zu.


Clubionidae (Sackspinnen)

Meist unauffällig gefärbte nachtaktive Tiere mit konisch verjüngten Spinnwarzen. Verbergen sich tagsüber gern in sackähnlichen Gespinsten.

 


Gnaphosidae (Plattbauchspinnen)

Nachtaktiv, unauffällig gefärbt wie Clubionidae, aber mit zylindrischen Spinnwarzen.

 


Sparassidae (Riesenkrabbenspinnen)

In Deutschland nur eine freilebende Art. Durch ihr charakteristisches Aussehen und die intensiv grüne Farbe kaum verwechselbar.


Philodromidae (Laufspinnen)

Sehr flinke, flache Spinnen, die frei jagen. Die hinteren zwei Beinpaare sind nicht auffällig verkürzt wie bei den Krabbenspinnen (Thomisidae).


Thomisidae (Krabbenspinnen)

Ansitzjäger mit flachem Körperbau (Ausnahme: Tmarus piger). Hintere zwei Beinpaare deutlich verkürzt.


Salticidae (Springspinnen)

Mithilfe groß dimensionierter und sehr gut entwickelter Frontalaugen auf Sicht jagende, meist sehr kleine und kompakt gebaute Tiere.


Opiliones (Weberknechte)

Vorder- und Hinterkörper sind, anders als bei Spinnen, miteinander verschmolzen.