Amaurobius fenestralis (Ström, 1768)

Waldfinsterspinne

Amaurobius fenestralis  findet man hauptsächlich in Wäldern, unter Steinen, verborgen unter Holz oder unter Rinde und an ähnlichen Orten. Auch in der Nähe oder innerhalb von Gebäuden ist sie gelegentlich anzutreffen. Sie baut Fangnetze in Form eines Trichters und verlässt bei günstiger Witterung nachts gern ihre Unterkunft und ist bei Störung immer recht schnell wieder verschwunden. Meist wird sie erst in der Dämmerung aktiv.

Nach der Paarung im Frühjahr legt das Weibchen einen Brutsack in ihrer Wohnröhröhre an. Im Juli schlüpfen die Jungen und scharen sich um ihre Mutter. Das Weibchen stirbt schließlich, löst sich, vermutlich durch ihre eigenen Verdauungssäfte, auf und dient den Jungtieren als erste Nahrung. Früher unterschied man nicht zwischen Amaurobius fenestralis und Amaurobius similis, einer recht ähnlichen Art. A. similis lebt auch gern an ähnlichen Standorten wie A. fenestralis. Aber auch an Fenstern, was ihr dadurch den deutschen Namen "Fensterspinne" einbrachte. Somit erhielt die ganze Art irrtümlich den Namen "fenestralis", was auf die Vorliebe für Fenster hindeuten sollte. Durch einen Rechtschreibfehler entstand zusätzlich Verwirrung. Das Wort "Finsterspinne" tauchte irgendwann auf, setzte sich in den Köpfen fest. Mit der Festlegung der deutschen Namen für Spinnentiere durch die Arachnologische Gesellschaft erhielt sie jetzt den Namen Waldfinsterspinne, was ihrem hauptsächlichem Verbreitungsgebiet Rechnung trägt. Männchen erreichen eine Körperlänge von 4 bis 7, Weibchen von etwa 7 bis 9 mm.