Drassodes lapidosus, Walckenaer, 1802

Gewöhnliche Steinplattenspinne

Drassodes cupreus, Blackwall, 1834

Kupferne Steinplattenspinne

Plattbauchspinnen (Gnaphosidae)  und Sackspinnen (Clubionidae) sind sich äußerlich recht ähnlich. Ein gutes Unterscheidungskriterium der Gattungen Drassodes und Clubiona sind die Augen und die Spinnwarzen. Bei Drassodes (Gnaphosidae) stehen die hinteren Mittelaugen dicht beieinander und sind schräg mandelförmig, bei Clubiona (Clubionidae) stehen sie deutlich weiter auseinander und sind rund. Die Spinnwarzen sind bei Drassodes zylindrisch, bei Clubiona konisch. Die beiden Arten Drassodes cupreus  und Drassodes lapidosus sind sich ebenfalls sehr ähnlich und auch genital kaum voneinander unterscheidbar, der Artenstatus der beiden ist daher umstritten. Auch die weiteren eventuell trennenden Merkmale (z.B. Bezahnung der Chelizeren) lassen eine einwandfreie Differenzierung nicht zu.

 Das gesamte Erscheinungsbild ist recht unspektakulär. Diese Tiere sind schlicht gelbbraun, der Hinterleib mausgrau behaart, die Kopfpartie ist deutlich dunkler. Bei älteren Tieren wird die Frontpartie mit den Chelizeren fast schwarz. Man findet  diese Spinnen tagsüber häufig unter Steinen, wo sie sich in einem Gespinstsack verstecken. Nachts gehen sie auf Jagd. Diese Spinnen werden verhältnismäßig groß,  9 bis 15 mm bei den Weibchen und 6 bis 13 mm bei den Männchen werden erreicht, für D. cupreus werden Weibchen und Männchen mit 8 bis 19 mm angegeben. Bei der dritten recht ähnlichen Art, Drassodes pubescens, erreichen die Weibchen lediglich fünf bis zehn Millimeter, Männchen sechs bis sieben Millimeter.