Salticus scenicus (Clerck, 1757)

Mauer-Zebraspringspinne

Mauer-Zebraspringspinnen findet man ab Mai sehr häufig auf sonnenbeschienenen Flächen. In der Natur halten sie sich gern auf warmen Felsen oder Steinen, in Häusernähe an Hauswänden, Garagentoren und Ähnlichem auf. Springspinnen jagen auf Sicht, dabei helfen ihnen die enorm leistungsfähigen großen Frontalaugen, die räumliches Sehen ermöglichen, vermutlich sogar Farbsehen. Es gibt bei uns mehrere Salticus-Arten, die besonders im Jugendstadium oft schwer zu trennen sind, da die Behaarung recht variabel ist. Salticus scenicus erkennt man am besten daran, dass diese Spinne hinter einem weißen Halbmond auf dem Vorderkörper noch zwei getrennte weiße Flecken trägt. Bemerkenswert sind die enormen Giftklauen der Männchen. Bei der Brautschau werden sie sie eingesetzt, um Weibchen und Konkurrenten zu beeindrucken. Die Sprungkraft der Springspinnen ist erstaunlich. Sie wird nicht durch Muskeleinsatz erreicht, sondern durch hydraulische Kräfte. Ruckartig erhöht das Tier den Innendruck in den hohlen Beinen und schießt dann relativ zu seiner Körpergröße enorm weit nach vorn. Vor dem Sprung schleichen sich Springspinnen an ihre Opfer heran, manchmal sogar "um die Ecke" und ausser Sichtweite des Opfers, was vermuten lässt, dass sie ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben und durchaus Strategien entwickeln. Springspinnen fertigen sich kleine "Schlafsäcke" an, in die sie sich zurückziehen, wenn sie satt sind, sich häuten oder einfach nur mal bei schlechtem Wetter ausruhen wollen. Auch als Eiablageort werden diese Gespinstsäckchen genutzt. Die Körperlänge von Salticus scenicus liegt bei etwa fünf bis sieben Millimetern.