Segestria senoculata (Linnaeus, 1758)

Gewöhnliche Fischernetzspinne

Segestria senoculata bewohnt enge Ritzen und Spalten. Die findet sie in Mauern, an Häusern, unter Rinde und an ähnlichen Stellen. Beim Abräumen eines schon länger liegenden Stapels an Waschbetonplatten fand ich eine recht große Ansammlung dieser Spinnen in unserem Garten, sie kommen unter günstigen Bedingungen also recht häufig vor. Segestria baut Röhrengespinste, die vorn und hinten offen sind. So hat sie bei Gefahr immer einen Fluchtweg  zur Verfügung. Sie lauert im Eingang der Röhre, immer drei Beinpaare nach vorn gestreckt, ein Paar nach hinten. Diese Tiere sind vorwiegend nachtaktiv und sind ausgesprochen flinke Läufer.  Artspezifisch und kaum verwechselbar ist die Zeichnung des Hinterleibs. Ihr sehr ähnlich ist die größere Segestria bavarica, die inzwischen sogar schon im Rheingebiet zu finden ist. Die noch größere Segestria florentina kommt in Deutschland (noch) kaum vor. Senoculata bedeutet sechsäugig. Diese Spinne besitzt nur sechs statt der bei den meisten Spinnen üblichen acht Augen. Weibchen erreichen sieben bis zehn Millimeter, Männchen sechs bis neun Millimeter.