Synageles venator (Lucas, 1836)

Schlanker Ameisenspringer

Synageles venator, der schlanke Ameisenspringer, ist bei uns an ihm zusagenden Orten gelegentlich häufig anzutreffen. Man findet diese Spinnen vorzugsweise in trockenen Gegenden, in der Krautschicht und auch auf steinigem oder sandigem Boden. Auch auf trockenen Wiesen, auf  Trockenmauern, Zäunen und Hauswänden kommen sie vor. Synageles venator gehört zu den Ameisen imitierenden Springspinnen. Sie imitiert diese mit Hilfe einer weißen Querbinde auf dem Vorderkörper, der Hinterleib erscheint zudem an einer Stelle leicht eingedrückt, an dieser befindet sich ebenfalls eine weiße Binde. Kurz dahinter befindet sich die dritte, schwächer ausgeprägte Binde. Indem sie dergestalt als Ameise schon recht überzeugend ist, hebt sie zudem Hinterleib und Vorderkörper beim Laufen immer wieder in die Höhe. Ameisen sind dabei nicht einmal ihre Beutetiere, die Mimikry dient dem Schutz vor Fressfeinden. Anders als die meisten Springspinnen laufen sie eher umher, als dass sie springen. Meist wird der Sprung nur zum Beuteerwerb genutzt. Ihre Körpergröße liegt zwischen drei bis vier Millimeter. Eine Schwesternart, die sehr seltene Synageles hilarulus, kommt an besonders heißen und trockenen Stellen vor und ist nur genitalmorphologisch von ihr zu unterscheiden.