Xysticus lanio (C. L. Koch, 1835)

Baumkrabbenspinne

Dem deutschen Namen entsprechend findet man X. lanio vorwiegend auf Bäumen (bevorzugt Eichen) und Büschen, gelegentlich auch in der niederen Vegetation. Wie viele Krabbenspinnen zeigt auch dieses Tier einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus in Bezug auf Farbe und Zeichnung, wobei die Männchen meist deutlich dunkler sind. Beim Weibchen fällt das für Xysticus  sehr kurze Kopfdreieck auf, die meisten Xysticus-Arten sollten im Zweifel auf jeden Fall genital bestimmt werden. Ab April kann man mit adulten (erwachsenen) Männchen rechnen, Weibchen findet man von Mai bis Juli. Bei der Paarung wird das Weibchen vom Männchen symbolisch "gefesselt", wobei eine wirkliche Fixierung nicht stattfindet, das Weibchen löst sich anschließend problemlos aus der Fesselung. Xysticus lanio ist bei uns häufig und ist als in Deutschland in der Roten Liste als "ungefährdet" eingestuft. Männchen haben eine Körperlänge von 4–5 mm, Weibchen erreichen 6–7 mm. (Bild 1: ♀; Bild 2-4: ♂)